Jeder Umweltmediziner wird Ihnen bestätigen, wie sehr Überempfindlichkeiten und Allergien auf dem Vormarsch sind. Insbesondere Kinder und Jugendliche sind betroffen. Neben Kontakt-Dermatiden (Haut-Irritationen) ist die Zahl der Atemwegs- und Lungenerkrankungen bedrohlich angestiegen. Oft ist es eine unheilvolle Kombination aus Umweltbelastung, Hausstaub, Schimmelpilzsporen, Milbenkot und Wohnungs-Chemie. Ungünstige Faktoren finden sich in jeder Wohnung und in jeder Siedlungs-Lage. Doch mit der Benennung solcher Faktoren ist Ihnen überhaupt nicht geholfen. Bei gegebener Sensibilisierung oder bereits bestehender Allergisierung den wirksamen Faktor oder Faktoren-Komplex aufzuspüren ist die entscheidende Aufgabe. Dies kann einer detektivischen Leistung gleichen, die leider nicht in allen Fällen vollständig gelingt. Doch je höher der Leidensdruck, um so mehr lohnt sich jede sinnvolle Anstrengung, den Auslöser des Missempfindens zu orten und abzustellen. Wir erheben Ihr Risikoprofil im Bedarfsfall wissenschaftlich-akribisch, ohne Rücksicht auf den Zeitaufwand.
Damit es dazu nicht kommen muss legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf Information und Prävention. Besuchen Sie meine Seminare, bestellen Sie meine Informationsschrift Tipps für Besserwohner, fordern Sie meine allergologische Wohnungsuntersuchung an.
Wussten Sie, dass nach Ergebnissen der Astrid-Lindgren - Kinderklinik (Stockholm) bei Kindern im Alter von 1 bis 4 Jahren mit erschreckend hoher Wahrscheinlichkeit ein asthmatoider Symptomkreis angelegt wird, wenn im Haushalt eine Katze lebt, geraucht wird und zugleich die Wohnfeuchte erhöht ist? Das Allergisierungs-Risiko liegt in solchen Fällen bei über 80 Prozent und entspricht einer 42fachen Erhöhung gegenüber einem unbelasteten Haushalt.
Lit.: (AllergyClininimunol 1999; 104: 755-762)
Die Katze als Träger des Hauptallergens (Fel D1) ist ein besonderes Risiko-Haustier. Kinder sind sogar dann betroffen, wenn sie lediglich an durchschnittlich 4 Tagen im Monat mit der Katze in Kontakt kommen (z.B. bei den Großeltern). Es dauert Jahre, bis sich das Katzenallergen nach Aufgabe des Tieres austrägt. Derartige Wohnungen sind für allergisierte Personen dann nicht mehr nutzbar. Wenn Sie sich mit dem Gedanken tragen, ein Haustier anzuschaffen: bitte lassen Sie sich vorher beraten - auch um des Tieres willen.
Unser Erhebungsbogen als pdf: